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Synopsis

VON KINDERN UND BÄUMEN taucht ein Jahr lang in eine Waldschule ein und beobachtet die Schulkinder beim Spielen und Lernen. 30 Kinder vom Kindergarten bis zur 2. Klasse verbringen hier Tag für Tag, bei Sonnenschein, Regen und Schnee. Sie erkunden auf eigene Faust den Wald, erleben den Kreislauf der Natur und suchen ihre Rolle in der Gemeinschaft. Hier finden sie eine Lebenswelt, die ihnen erlaubt Eigenverantwortung, Mut, Phantasie und Kreativität  zu entwickeln und sich spontan und empathisch zu ihren Mitmenschen und anderen Wesen dieser Welt verhalten.

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Inhalt des Films

Inhalt des Films

 

Der Film gibt Einblicke in die Welt der Kinder unter sich. Ein Schuljahr lang taucht er in ihren Alltag im Wald ein, wobei er sich dem Lernen und Wachsen der Erst- und Zweitklässler:innen verschreibt, ihrem Forschen, Ausprobieren und Erschaffen nachspürt, Momente des Erkennens, aber auch des Scheiterns dokumentiert. Bis auf den Mittwochvormittag findet der Unterricht das ganze Jahr auf einem Waldplatz bei Baden statt. Hier ist offenes Lernen angesagt und im täglichen Freispiel loten die Kinder auf dem riesigen Areal ihren Freiraum aus. 

 

Die Waldschule wird nicht vom Kanton unterstützt. Deshalb wird sie als Privatschule geführt, die mit dem staatlichen Lehrplan konform ist. Nach der 2. Klasse treten die Kinder überlicherweis in die Volksschule über. Dieser bevorstehende Abschied schwebt für manche Zweitklässler:innen bedrohlich über den Köpfen. Die meisten Kinder nehmen die Tage jedoch, wie sie kommen, denn auch das lernen sie im Wald. Das unberechenbare Wetter verlangt ihnen viel Anpassungsfähigkeit ab. Ruhe und Einkehr finden sie bei ihrem Baumfreund, ein Baumem, den sie sich zu Beginn ihrer Waldschulzeit ausgesucht haben.

 

Über feinfühlige Beobachtungen ermöglicht der Film Einblicke in die Ressourcen und Kraft der Kinder, ihre Ansichten, Hoffnungen und Sehnsüchte und lässt uns über die Bedingungen von Kindheit, Wachstum und Bildung nachdenken.

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Haltung der Filmemacherin

Haltung der Filmemacherin

«Als ich noch Primarlehrerin war, wollte ich einen Schlussstrich ziehen unter den Unterricht, in dem die Lehrerin den still sitzenden Kindern ausgewähltes Wissen serviert. Ich wollte den Unterricht öffnen, damit die Kinder ihren Interessen und Neigungen entsprechend und aus eigener Erfahrung heraus lernen können. Dabei stand immer die Frage im Raum, wie viel Vorgaben und Anleitung Kinder brauchen um einen Lerneffekt zu erzielen. Weniger Vorgaben bedeuten mehr Freiraum. Wie würden sie ihn nutzen? Würde genug dabei herausschauen?

Ich wollte immer mehr darüber herausfinden, wie Kinder mit Freiraum umgehen, was sie damit anstellen. Die grossen Fragen, die mich heute wie damals umtreiben: Ist der Mensch von Grund auf schöpferisch? Lernen Kinder aus eigenem Antrieb, was sie für ihr Leben brauchen (wie es manche Fachleute wie zum Beispiel Remo Largo postulieren) oder braucht es Anleitung und Förderung von Erwachsenen? Aber kann Anleitung durch Erwachsene erfolgreich sein, wenn beim Kind das Interesse fehlt? Wie können Erwachsene wissen, was für jedes einzelne Kind die angemessene Förderung ist?

Mein Menschenbild geht davon aus, dass Kinder eine angeborene Motivation zum Lernen haben und dass sie schöpferisch tätig sein wollen. Aus der Praxis weiss ich natürlich, dass viele Kinder das Lernen-wollen ziemlich schnell aufgeben, wenn sie in die Schule kommen, zumindest, was den Schulstoff betrifft. Das hat viel damit zu tun, dass diese Kinder die Erfahrung von anhaltendem Scheitern machen, merken, dass sie den Erwartungen nicht genügen und keine Anerkennung erhalten. Es gibt verschiedene Konzepte um solche Erfahrungen des anhaltenden Misserfolgs zu vermeiden. Mich interessiert jenes, in dem die Mitbestimmung der Kinder im Zentrum steht.

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Warum imWald

Warum im Wald?
Was bringt Lernen im naturnahen Raum?

Die Idee der Waldschule ist aus verschiedenen Bildungsphilosophien und Bewegungen hervorgegangen, die den Wert von Naturerfahrungen und kindzentriertem, ganzheitlichem Lernen betonen. Ihre gemeinsame Grundidee ist, dass der Wald als inspirierender und förderlicher Ort für Bildung und Entwicklung betrachtet wird. Die erste Waldschule der Schweiz wurde vor über 20 Jahren in St. Gallen eröffnet. Im Jahr 2000 wurde der Verein naturspielwald gegründet als Träger der Waldschule Baden.

Wie sich Kinder entwickeln, hängt sowohl von biologischen und psychologischen Faktoren als auch von ihrer Umgebung ab. Diese stellt das Angebot an Erfahrungen zur Verfügung, die Kinder machen können. Kinder lernen sich und die Welt kennen durch direkte Erfahrung mit ihr, häufig während dem freien Spiel. Das Selbst- und Weltbild wird grösstenteils von den persönlichen Erfahrungen mit der sozialen, kulturellen und natürlichen Mitwelt bestimmt. Je reicher, passender und vielfältiger die Umgebung ist, desto vielfältiger sind die Interaktionsmöglichkeiten, und desto grösser ist die Chance, sich gesund zu entwickeln. Die direkte Sinneserfahrung ist ein Schlüsselelemente für ein tieferes Verständnis der Welt.

 

 

Bildungsexpertin Rahel Tschopp zur Schule der Zukunft («Das Magazin» vom 3.2.2024):
 

«Die Natur bietet viele Lernchancen. (….) Wenn wir wollen, dass unsere Kinder in eine Beziehung kommen mit der Natur und Verantwortung für den Planeten übernehmen, muss Schule auch draussen stattfinden. Einen halben Tag pro Woche sollte draussen unterrichtet werden. Im Wald, im Dorf oder auf dem Schulareal.»

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Altag in derWaldschule
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Infos zum Film

Infos zum Film

Länge       
89 min Kinofilm
52 min Fernsehfilm (eigenständige Fassung mit ca. 40 Prozent anderen Szenen)
 

Sprache
Schweizerdeutsch mit deutschen/französischen oder englischen Untertiteln

Kinostart Schweiz
11. April in der Deutschschweiz

Verleih Schweiz
Vinca Film

Ausstrahlungsdatum SRF Dok (52-Min-Version)
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VOD für die Kinofassung ist ab Herbst geplant.

Bisher gibt es keinen internationalen Verleih. Wenn Interessensgruppen ausserhalb der Schweiz eine Veranstaltung in einem lokalen Kino oder anderem Saal organisieren können, wird der Film gerne zur Verfügung gestellt (Vergütung nach Absprache und Möglichkeiten).

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Credits

Credits

Buch, Regie, Kamera, Produktion
Natalie Pfister

 

Ton            
Tim Böckle, Stefan Nobir, Dieter Meyer

 

Montage   
Annette Brütsch

 

Musik
Alexandre J. Maurer

 

Sounddesign
Guido Helbling

 

Mischung
Jacques Kieffer

 

Picture Design
Ueli Nüesch

Produktion
beyondstories GmbH in Koproduktion mit Schweizer Fernsehen SRF

Koproduziert von:

Unterstützt von:

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 Kooperationspartner für die Promotion des Films:

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